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Grundsätzlich gilt: Substanzen nicht mischen!
Die Wirkungen, die eine Kombination von zwei oder mehr Substanzen auslöst, sind schwer einzuschätzen und entsprechen in der Regel nicht der Summe beider Einzelwirkungen. Je nach Substanz potenzieren oder verstärken sich die jeweiligen Effekte, oder sie beeinflussen Körper und Psyche in verschiedene Richtungen. Beides ist für den Körper extrem belastend. Die Gefahr unangenehmer Zwischenfälle erhöht sich durch Mischkonsum.
Falls du trotzdem Substanzen mischst, vermeide riskante Kombinationen (siehe Tabelle unten)!
Safer Use - Lerne auf jeden Fall zuerst die Wirkungen der Substanzen einzeln kennen, ohne Wechselwirkung mit anderen Substanzen.
- Warte zumindest die volle Wirkung einer Substanz ab, bevor du die nächste konsumierst. Denk daran, dass verschiedene Substanzen unterschiedlich lange benötigen, bis sie ihre maximale Wirkung entfalten.
- Trinke wegen der hohen Belastung von Leber und Nieren immer viel (keinen Alkohol!).
- Alkohol verändert generell die Wirkung anderer psychoaktiver Substanzen.
- Wenn du Uppers benutzt, um das Herunterkommen zu verzögern, verstärkst du den Hangover und erhöhst das Risiko unangenehmer Nachwirkungen. Downers zum Herunterkommen verlängern den Hangover und haben meist ein hohes Abhängigkeitspotential.
- FreundInnen oder Bekannte sollten wissen, was du gemischt hast.
- Wenn du Medikamente nimmst, informiere dich über mögliche riskante Wechselwirkungen mit Drogen (Beeinträchtigung der Wirksamkeit, schwere Komplikationen!)
Besonders riskante Kombinationen
Achtung: Wenn eine Kombination hier nicht aufgeführt ist, heisst das nicht, dass sie bedenkenlos konsumiert werden kann!
Substanz1 | + Substanz2 | Wirkung | Gefahren | Ecstasy | Speed, Kokain, Methamphetamin, A2, CAT* | extreme Serotonin- und Dopaminkonzentration im Hirn | Überdosierung, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Gehirnschäden, längerer Hangover, depressive Verstimmungen | Ecstasy | LSD und Pilze | extreme Serotonin- konzentration im Hirn | Starke Halluzinationen, Angst, erhöhte Körpertemperatur, Hitzschlag/Kollaps | Ecstasy | Antidepressiva, MAO-Hemmer** | extreme Serotonin- konzentration im Hirn | Krampfanfälle, epileptische Anfälle, Kreislaufkollaps | Ecstasy | Viagra | verstärkende Wirkung, starker Blutdruckanstieg | Starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems | Ecstasy | m-CPP | verstärkende Wirkung, noch nicht genau erforscht | Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Depression, Krampfanfälle | Ecstasy, Kokain, Speed | Alkohol | aktivierend und hemmend; bei Kombination von Kokain und Alkohol entsteht Cocaaethylen (toxisch) | Starke Austrocknung des Körpers, Wärmestau, Überhitzung, macht aggressiv; Alkoholrausch wird unterdrückt, Alkoholvergiftung | Kokain | Speed, CAT*, Methamphetamin | extreme Dopamin- konzentration im Hirn | starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems, Atembeeinträchtigung | Kokain | MAO-Hemmer**, Betablocker, Ketamin | starker Blutdruckanstieg | starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems | GHB | Alkohol, Ketamin, Benzodiazepine, Opiate, HIV-Medikamente*** | plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, verstärkende Wirkung | Übelkeit, Erbrechen, Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/Atemstillstand Lebensgefahr! | Opiate | Alkohol, Ketamin, Benzodiazepine, MAO-Hemmer | plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, verstärkende Wirkung | Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/ Atemstillstand Lebensgefahr! | Poppers | Viagra | plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks | Schwindel, Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/ Atemstillstand Lebensgefahr! | Poppers | Ecstasy, Cannabis | starke Herz-Kreislauf- Belastung | Schwindel, Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck | Ephedrin | Koffein, MAO-Hemmer* | starke Herz-Kreislauf- Belastung | Schwindel, bedrohliche Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck | Cannabis | Alkohol, Speed, Ecstasy | verstärkende Wirkung, starke Herz-Kreislauf-Belastung | Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufkollaps | Cannabis | Psychedelika | verstärkende Wirkung | Erhöhte Gefahr des Auslösens einer Psychose |
* Weitere Infos zu CAT findest du unter "Methcathinon". **MAO-Hemmer hemmen die Wirkung des Enzyms Monoaminooxidase (ist für den Eiweissabbau im Körper zuständig). Wirkstoffe, die normalerweise von MAO abgebaut würden (z.B. Alkohol, Ecstasy, aber auch in Lebensmitteln enthaltene Eiweisse), können bei MAO-Hemmung sehr giftig auf den Körper wirken. Viele Medikamente, z.B. Antidepressiva, enthalten MAO-Hemmer. ***Bei einer antiretroviralen Therapie muss der Drogenkonsum unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.
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