Mischkonsum
2C-I - 2C-B
Alkohol
Cannabis
DMT
DOM - DOB - DOI
Ecstasy
Ephedrin - Koffein
GHB - GBL
Heroin
Ketamin
Kokain
Lachgas - Poppers
LSD
MDA - MDEA - MBDB
Methamphetamin
Methcathinon
Nachtschattendrogen
Psilocybin
Speed
Tabak (Nikotin)
Verkauft als XTC

Mischkonsum

Grundsätzlich gilt: Substanzen nicht mischen!

 

Die Wirkungen, die eine Kombination von zwei oder mehr Substanzen auslöst, sind schwer einzuschätzen und entsprechen in der Regel nicht der Summe beider Einzelwirkungen. Je nach Substanz potenzieren oder verstärken sich die jeweiligen Effekte, oder sie beeinflussen Körper und Psyche in verschiedene Richtungen. Beides ist für den Körper extrem belastend. Die Gefahr unangenehmer Zwischenfälle erhöht sich durch Mischkonsum.

Falls du trotzdem Substanzen mischst, vermeide riskante Kombinationen (siehe Tabelle unten)!

 

Safer Use

  • Lerne auf jeden Fall zuerst die Wirkungen der Substanzen einzeln kennen, ohne Wechselwirkung mit anderen Substanzen.
  • Warte zumindest die volle Wirkung einer Substanz ab, bevor du die nächste konsumierst. Denk daran, dass verschiedene Substanzen unterschiedlich lange benötigen, bis sie ihre maximale Wirkung entfalten.
  • Trinke wegen der hohen Belastung von Leber und Nieren immer viel (keinen Alkohol!).
  • Alkohol verändert generell die Wirkung anderer psychoaktiver Substanzen.
  • Wenn du Uppers benutzt, um das Herunterkommen zu verzögern, verstärkst du den Hangover und erhöhst das Risiko unangenehmer Nachwirkungen. Downers zum Herunterkommen verlängern den Hangover und haben meist ein hohes Abhängigkeitspotential.
  • FreundInnen oder Bekannte sollten wissen, was du gemischt hast.
  • Wenn du Medikamente nimmst, informiere dich über mögliche riskante Wechselwirkungen mit Drogen (Beeinträchtigung der Wirksamkeit, schwere Komplikationen!)

 

Besonders riskante Kombinationen

 

Achtung: Wenn eine Kombination hier nicht aufgeführt ist, heisst das nicht, dass sie bedenkenlos konsumiert werden kann!

 

Substanz1

+ Substanz2

Wirkung

Gefahren

Ecstasy

Speed, Kokain, Methamphetamin,
A2, CAT*

extreme Serotonin- und Dopaminkonzentration im Hirn

Überdosierung, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Gehirnschäden, längerer Hangover, depressive Verstimmungen

Ecstasy

LSD und Pilze

extreme Serotonin-
konzentration im Hirn

Starke Halluzinationen, Angst, erhöhte Körpertemperatur, Hitzschlag/Kollaps

Ecstasy

Antidepressiva,
MAO-Hemmer**

extreme Serotonin-
konzentration im Hirn

Krampfanfälle, epileptische Anfälle, Kreislaufkollaps

Ecstasy

Viagra

verstärkende Wirkung, starker Blutdruckanstieg

Starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems

Ecstasy

m-CPP

verstärkende Wirkung, noch nicht genau erforscht

Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Depression, Krampfanfälle

Ecstasy, Kokain,

Speed

Alkohol

aktivierend und hemmend; bei Kombination von Kokain und Alkohol entsteht Cocaaethylen (toxisch)

Starke Austrocknung des Körpers, Wärmestau, Überhitzung, macht aggressiv; Alkoholrausch wird unterdrückt, Alkoholvergiftung

Kokain

Speed, CAT*, Methamphetamin

extreme Dopamin-
konzentration im Hirn

starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems, Atembeeinträchtigung

Kokain

MAO-Hemmer**,
Betablocker, Ketamin

starker Blutdruckanstieg

starke Belastung des Herz-Kreislaufsystems

GHB

Alkohol, Ketamin, Benzodiazepine, Opiate, HIV-Medikamente***

plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, verstärkende Wirkung

Übelkeit, Erbrechen, Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/Atemstillstand
Lebensgefahr!

Opiate

Alkohol, Ketamin, Benzodiazepine, MAO-Hemmer

plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks, verstärkende Wirkung

Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/ Atemstillstand
Lebensgefahr!

Poppers

Viagra

plötzliche Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks

Schwindel, Ohnmacht, Gefahr von Atemdepression/ Atemstillstand
Lebensgefahr!

Poppers

Ecstasy, Cannabis

starke Herz-Kreislauf- Belastung

Schwindel, Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck

Ephedrin

Koffein, MAO-Hemmer*

starke Herz-Kreislauf- Belastung

Schwindel, bedrohliche Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck

Cannabis

Alkohol, Speed, Ecstasy

verstärkende Wirkung, starke Herz-Kreislauf-Belastung

Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufkollaps

Cannabis

Psychedelika

verstärkende Wirkung

Erhöhte Gefahr des Auslösens einer Psychose

 

* Weitere Infos zu CAT findest du unter "Methcathinon".
**MAO-Hemmer hemmen die Wirkung des Enzyms Monoaminooxidase (ist für den Eiweissabbau im Körper zuständig). Wirkstoffe, die normalerweise von MAO abgebaut würden (z.B. Alkohol, Ecstasy, aber auch in Lebensmitteln enthaltene Eiweisse), können bei MAO-Hemmung sehr giftig auf den Körper wirken. Viele Medikamente, z.B. Antidepressiva, enthalten MAO-Hemmer.
***Bei einer antiretroviralen Therapie muss der Drogenkonsum unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.