Die Konsequenzen deines Konsums trägst du allein.
Deshalb: Informier dich gut, plane voraus und nimm dir Zeit, deine eigenen Erfahrungen zu machen und zu verarbeiten.
- Bevor du psychoaktive Substanzen konsumierst, versuche dir folgende Fragen zu beantworten: Aus welchem Grund konsumiere ich die Droge? Was will ich damit erreichen? Was weiss ich über die Droge? Wie schätze ich die Wirkung und die Nebenwirkungen ein? Wie kann ich Risiken minimieren?
Kauf nicht wahllos die erste Pille oder das erste Pulver.
Erkundige dich zuerst nach den Wirkungen der Substanzen, der verträglichen Dosierung und verhalte dich kritisch. Beim Drogenkauf auf dem Schwarzmarkt gehst du nämlich ein schwer einschätzbares Risiko ein: Du weisst nie genau, wie hoch der tatsächliche Wirkstoffgehalt ist und welche Stoffe enthalten sind. Um Menge und Inhaltsstoffe sowie gefährliche Beimischungen und Verunreinigungen bestimmen zu können, braucht es eine chemische Analyse. Dosiere deshalb prinzipiell niedrig und teste zuerst eine kleine Dosis an!
- Nutze wenn möglich Drug-Checking-Angebote, z.B. Pillentests vor Ort auf grösseren Parties in deiner Nähe. Schweizer Test-Termine findest du auf: www.outgoing.ch und www.saferparty.ch.
Legal heisst nicht "ungefährlich".
Noch legal erhältliche "Smart Drugs" sind nicht legal, weil sie harmlos sind.
- Die Hersteller umgehen mit noch nicht erfassten Substanzen das Betäubungsmittelgesetz. Oft sind diese Substanzen weitgehend unerforscht. Die Infos dazu werden zudem oft verkaufsfördernd verfälscht ("wirkt wie Ecstasy"), die Risiken dieser Substanzen sind somit unberechenbar.
Auch so genannte "Natural Drugs" (biogene Drogen) können gefährlich sein.
Chill-Out
Plane genug Zeit zum Ausruhen ein. Nach dem Rausch sind Ruhe und Entspannung sehr wichtig.
- Gesundes Essen, Vitamine und genug Schlaf stärken deine Abwehrkräfte, die durch Partystress und Schlafmangel beeinträchtigt werden.
Besonders nach Ecstasy, Speed oder Kokain kann es zu einem Hangover mit Motivationslosigkeit, depressiven Verstimmungen, Angst und Unsicherheit kommen. Du bist erschöpft und müde und hast ein gesteigertes Ruhebedürfnis.
- Verzichte bei Hangover unbedingt auf Nachlegen oder Mischkonsum - du verzögerst damit nur das Einsetzen der Nachwirkungen und verstärkst die negativen Effekte.
Überdosis
Bei hohen Dosierungen, häufigem Konsum und Mischkonsum werden die unangenehmen Nachwirkungen stärker und häufiger.
- Je höher du dosierst und je öfter du Drogen nimmst, desto grösser ist das Risiko, dass du dir dauerhaft Schaden zufügst.
Wenn du regelmässig und auch unter der Woche konsumierst, dann solltest du eine Konsumpause einlegen.
- Scheu dich nicht, professionelle Hilfe in Anpruch zu nehmen, wenn du mit deinem Konsum nicht mehr klar kommst (siehe auch unter 'Substanz-Informationen': "Was tun bei Substanzproblemen?") .