Über uns

Wer wir sind

Aware Dance Culture ist ein Non-Profit Verein zur Förderung einer positiven und
nachhaltigen Nightlifekultur und zur Prävention von Risikoverhalten sowie zur Minderung
von Folgeschäden im Zusammenhang mit Partydrogenkonsum. Aware Dance Culture ist
parteipolitisch und konfessionell neutral. Der Verein realisiert im Kanton Bern (und je nach
Ressourcen auch schweizweit) angepasste Präventionsangebote und kulturelle Anlässe
für PartygängerInnen.

Aware Dance Culture Peergroup

Aware Dance Culture (ADC) versteht sich als szenennahes Peergroupprojekt. Geschulte
und szenenkundige Peers können glaubwürdig objektive Informationen zu Partydrogen
inkl. Alkohol und deren Risiken vermitteln. Dies lässt sich damit erklären, dass Peergroups
spezifische adaptive Funktionen bei der Entwicklung von Werten und Verhaltensweisen
ausüben. Die Funktion einer klassischen Peergroup beschreibt die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen wie folgt:
„Peergroups bieten Raum für die aktuelle Lebensbewältigung, wo Probleme besprochen
werden, die Haltung zu bestimmten Lebenserfahrungen gebildet wird oder Tipps und
Hinweise weitergegeben werden. Der Jugendliche und junge Erwachsene orientiert sich
an den Gleichaltrigen und Gleichgesinnten, da diese unter den gleichen Voraussetzungen
leben wie er und deshalb für seine eigenen Probleme und Fragen kompetent erscheinen.“
Junge Menschen, so auch junge PartygängerInnen, orientieren sich sehr stark an den
Wertvorstellungen der Kultur oder Szene, zu der sie sich zugehörig fühlen. Sie sind oft
«erwachsenenresistent» und «beratungsresistent», weshalb herkömmliche sozialarbeiterische oder therapeutische Beratungsangebote oft auf grossen Widerstand stossen und die Zielgruppe nicht erreichen. Bei der Vermittlung von relevanten Fakten,
Wertvorstellungen und Verhaltensweisen ist es deshalb wichtig, Präventionsbotschaften in
den spezifischen Gruppenkontext (Partykontext) einzubetten. Die Botschaft muss in einer
Art und Weise vermittelt werden, dass sie vom Empfänger akzeptiert wird (jugend- und
szenengerecht). Das heisst, dass eine vertrauenswürdige Quelle, vertrauenswürdige
Übermittler und empfängergerechte Medien, sowie ein Verstehen der Partykultur
Voraussetzung sind, um die Zielgruppe auch wirklich und nachhaltig erreichen zu können.
Deshalb erweisen sich aktive, szenenintegrierte, problembewusste und geschulte
PartygängerInnen (Peers) als wirksame Multiplikatoren der präventiven Botschaften.

Unsere Ziele

Durch ein szenennahes und präventives Angebot und unter Einbezug aller in der
Nightlifeszene agierenden Kräfte soll die Sensibilität und die Eigenverantwortung der
PartybesucherInnen im Verzicht und im Umgang mit psychoaktiven Substanzen gestärkt
sowie die Konsumkompetenz gefördert werden. Mehrwissen schafft die Möglichkeit,
Risiken frühzeitig zu erkennen und Schäden zu vermindern durch:

· Zusammenarbeit / Vernetzung mit Fachstellen, Partyorganisatoren, Dj’s, Behörden,
Öffentlichkeit, etc.
· Regelmässige Anwesenheit vor Ort an Partys mit Präventions-/Informationsangebot
· Szenebeobachtung (Monitoring), um aktuelle Konsumtrends und
Konsumverhaltensweisen erfassen zu können
· Einschätzung des Handlungsbedarfs und Ableitung angepasster Interventionen
· Verbreitung von handlungsrelevanten Informationen via Multiplikatoren und
szenennahe Medien
· Beratende Gespräche und Kommunikation im präventiven Sinn
· Kurzberatungen und Triage (Weitervermittlung an regionale Suchtfachstellen)
· Verteilen von Informations- und Präventionsmaterial direkt vor Ort an Partys
· Förderung der Eigenverantwortung und Risikokompetenz von KonsumentInnen
· Hilfe zur Selbsthilfe (Betroffene aktivieren, begleiten und unterstützen)
· Vernetzung mit Schwesterorganisationen und betreffenden Fachstellen
· Unterstützung bei der Durchführung von Substanzenanalysen (Drug Checking) und
anschliessender Beratung
· Schweizweite Ausweitung des Angebots
· Förderung und Bereicherung der Jugend- und Partykultur durch Organisation
kultureller Events

Das Team ADC bildet sich fortlaufend in internen Workshops (in den Bereichen
Substanzenupdates, Umgang mit substanzeninduzierten psychischen Krisensituationen,
Nothilfe, Kurzberatungsmethodik, Pharmakologie, Organisationsschulung, etc.) durch
entsprechende Fachpersonen weiter. Ebenfalls bemüht sich ADC, seine
Angebote dynamisch der Bedarfslage in der Nightlifeszene anzupassen.